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Heidelberg Center for the Environment (HCE)
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Mitglieder des HGF
Aktuelles

SPP Broschüre zu Modellierung in der CE Forschung - mit Beiträgen von mehreren Mitgliedern des HGFs
(PDF - 12,5 MB)

 
Archiv

Das Heidelberg Geoengineering Forum

Das Heidelberg Geoengineering Forum (HGF) verbindet Wissenschaftler aus der Region Rhein-Neckar, die zu Potential, Grenzen und Risiken des Climate Engineering forschen. Momentan sind Forscher aus Heidelberg, Karlsruhe und Frankfurt beteiligt.

Projekte

Mitglieder des Heidelberg Geoengineering Forums sind an den folgenden Projekten beteiligt:

CEIBRAL
Folgewirkungen von Climate Engineering: Zwischen Zuverlässigkeit und Haftung

(Teil des SPP 1689)

C-E-THICS
Argumente zum Climate Engineering: Zu einer umfassenden Analyse einer laufenden Debatte

(Teil des SPP 1689)

RADMAN
Grenzen der Wirksamkeit verschiedener Methoden des solaren Strahlungsmanagements

(Teil des SPP 1689)

Informationsakquise unter fundamentaler Unsicherheit - Vorsorge, Forschung und Umwelt
(DFG Forschungsprojekt)

Studien zu Klimawandel und Climate Engineering (EN)
(Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg)

Was ist Geoengineering?

Es ist seit Langem wissenschaftlicher Konsens, dass die Menschheit durch Emission von Treibhausgasen das globale Klima verändert. Dennoch sind wir von einem internationalen Konsens über die Reduktion von Treibhausgasen weit entfernt, vielmehr nehmen die jährlichen globalen Emissionen sogar weiterhin zu. Daher stellt sich die Frage ob es alternative Möglichkeiten gibt den Verlauf des Klimawandels zu verändern.

Eine in den letzten Jahren zunehmend kontrovers diskutierte Option ist das sogenannte Geoengineering. Geoengineering oder Climate Engineering bezeichnet technologische Konzepte zur Manipulation des Klimasystems durch Eingriffe in den globalen Kohlenstoffkreislauf oder die Reduktion der einfallenden Sonnenstrahlung. Erstere, sogenannte Carbon Dioxide Removal (CDR) Technologien, setzen an der physikalischen Ursache der globalen Erwärmung an: Durch Düngung von Ozeanen, chemische Verfahren zur CO2-Sequestrierung oder massive Aufforstungen könnte die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre substanziell verringert werden. Ansätze der zweiten Gruppe, bezeichnet als Solar Radiation Management (SRM), zielen auf eine Reduktion der Sonneneinstrahlung um die globale Erwärmung zu begrenzen: Durch künstliche Wolken, das Einbringen von Schwefelpartikeln in die Stratosphäre oder gar Reflektoren im Weltall würde die mittlere Oberflächentemperatur sinken. Dabei unterscheiden sich die Konzepte wesentlich hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit, Effizienz, den verursachten Kosten sowie den potentiellen Risiken.

Durch die hohe Komplexität des Klimasystems unserer Erde ist Geoengineering in vielerlei Hinsicht mit Unsicherheiten und Risiken verbunden. Sowohl was die technische Umsetzung, die geophysikalische Wirkung als auch die gesellschaftlichen Folgen von Geoengineering betrifft, ist unser Wissen noch stark limitiert. Zudem bestehen bislang keinerlei rechtliche oder politische Vereinbarungen über den Einsatz von Geoengineering. Diese umfassenden Unsicherheiten, die sich quer durch verschiedenste Disziplinen ziehen und untereinander verknüpft sind, erfordern eine dezidiert interdiziplinäre Erforschung von Geoengineering.

Hierzu wurde in Heidelberg bereits im Rahmen des Projekts The Global Governance of Climate Engineering am Marsilius Kolleg ein bedeutender Anfang gemacht. Seitdem hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Interesse an den Geoengineering betreffenden Forschungsfragen entwickelt. Seit 2013 existiert das Schwerpunktprogramm (SPP) 1689 "Climate Engineering: Risks, Challenges, Opportunities?", welches von der DFG finanziert wird. Viele Aktivitäten des HGF werden hauptsächlich durch dieses SPP gefördert.

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 06.06.2016
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