Dr. Lisa Gölz
Juniorgruppenleitung am BioQuant Zentrum und Pharmazeutischen Institut der Medizinischen Fakultät der Uni Heidelberg, HCE-Mitglied seit 2023
Meine Forschung untersucht, wie Umweltbelastungen durch Schadstoffe mit krankheitsrelevanten Mechanismen zusammenhängen. Besonders interessieren mich dabei kardiovaskuläre, neuroentwicklungs-bezogene und endokrine Effekte an der Schnittstelle von Umwelttoxikologie, Pharmakologie und human tissue engineering. Wir wollen folgende Fragen beantworten:
- Wie wirken PFAS und andere Mikroschadstoffe über biologische Ebenen hinweg – von molekularen Signalwegen bis zu Organ- und Organismusfunktionen?
- Welche (konservierten) Mechanismen lassen sich zwischen aquatischen Fischmodellen und humanen Stammzellmodellen (Organoide, beating Cardiomyocytes) identifizieren?
- Wie können sensitive Biomarker und bessere Teststrategien entwickelt werden, um umweltrelevante Expositionen früher und verlässlicher zu erfassen?
- Wie lassen sich experimentelle Daten aus Zebrafisch- und humanen Gewebe- und Modellierungssystemen mechanistisch verknüpfen, um Vorhersagen für Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu verbessern?
- Und gemeinsam mit den HCE-Mitgliedern: Wie können diese Erkenntnisse am besten zu Umweltgesundheit, Prävention und evidenzbasiertem Schutz vor persistenten Schadstoffen beitragen?

Warum ich dem HCE beigetreten bin
Ich bin dem HCE beigetreten, weil meine Forschung Umweltbelastungen ganz klar als One-Health-Thema versteht und ich überzeugt bin, dass gute Ideen dafür vor allem im Austausch mit anderen Disziplinen entstehen. Am HCE schätze ich besonders, dass hier verschiedenste Perspektiven aus Umweltwissenschaften, Ökologie, Sozialwissenschaften und Gesundheitsforschung und mehr zusammenkommen. Mich motiviert dieses vielfältige Netzwerk sehr, neue Verbindungen zu knüpfen und gemeinsam interdisziplinäre Forschungsansätze weiterzuentwickeln.
Meine bisherigen Highlights
Für mich sind die Mitgliederversammlungen ein Highlight im HCE, weil dort immer ein toller, offener Austausch entsteht und oft auch neue spannende Projekte ihren Anfang nehmen. Besonders dankbar bin ich außerdem für die Unterstützung des HCE bei der Gründung und Etablierung des Organoid Research Club in Heidelberg (ORCH) und des Heidelberger Organoid Symposiums 2025 mit über 140 Teilnehmenden aus verschiedensten Disziplinen, , ermöglicht durch das HCE ExU Seed Funding 2025. Insgesamt ist der fachliche Austausch im HCE für mich ein großer Gewinn, weil er neue Perspektiven auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken eröffnet und Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen schafft. Und vor allem sind es die intrinsisch motivierten und engagierten Wissenschaftler:innen des HCE, die das Netzwerk für mich so besonders machen.
Meine wichtigsten Partner:innen
Innerhalb des HCE gibt es für meine Arbeit direkte Anknüpfungspunkte mit Kolleg:innen an den Schnittstellen von Umweltanalytik, aquatischen Systemen, etwa im Wasserprojekt, sowie Global Health. Durch das HCE ist eine Kollaboration mit der Sunderland AG an der Harvard University SEAS entstanden. Weitere wichtige Partner außerhalb des HCE sind das Pharmakologische Institut Heidelberg, Kolleg:innen im BioQuant, die Moretti-Gruppe an der TUM, Partner:innen an der Vrije Universiteit Amsterdam sowie Netzwerke und Kollaborationspartner im DZHK und im Organoid Engineering, unter anderem aus dem IMSEAM- und DKFZ-Umfeld.