Treibhausgas Lachgas

Klimaforschung - das Treibhausgas Lachgas in der Umwelt: Konzentrations- und Isotopenbestimmungen anhand von Laserspektrometer-Messungen im Feld und im Labor zur Identifizierung der Quellen und Quantifizierung von Flüssen

Laufzeit 2021-2023

Projektleiter: Prof. Dr. Frank Keppler, Geowissenschaften

Projektteam:
Dr. Steffen Greiner, Centre of Organismal Studies (COS), Uni Heidelberg
Prof. Lucas, Menzel, Geographisches Institut, Uni Heidelberg
Dr. Martina Schmidt, Institut für Umweltphysik, Uni Heidelberg

Die Herkunft und der Verbleib von klimarelevanten Spurengasen in unserer Umwelt sind von großem wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse. Lachgas ist neben Kohlendioxid und Methan eines der wichtigsten anthropogen beeinflussten Treibhausgase. Die Lachgaskonzentration in der Atmosphäre ist seit der vorindustriellen Zeit um fast 20 % gestiegen und trägt heute etwa 6 % zum anthropogenen Treibhauseffekt bei. Der Forschungsbedarf zur Untersuchung der globalen Quellen und Senken von Lachgas ist sehr hoch, da unser Verständnis bezüglich des globalen Budgets (Gesamtheit aller Quellen und Senken) von Lachgas im Vergleich zu Kohlendioxid noch große Unsicherheiten aufweist. Dies erschwert die Erstellung zukünftiger Szenarios sowie das Aufzeigen möglicher Reduzierungspotentiale.
 

Lachgas

Abbildung: Entwicklung der Lachgaskonzentration in der Atmosphäre seit 1977. Quelle: NOAA (2021)


Damit Lachgasemissionen in Zukunft verringert werden können, müssen die Bildungsprozesse der wichtigsten Quellen verstanden sein. Durch die Anschaffung eines neuentwickelten, mobilen Laser-Messgerätes (Cavity-RingDown-Spektroskopie, CRDS), welches gleichzeitig die Konzentration und Isotopenzusammensetzung von Lachgas fortlaufend (“online“) sowohl im Labor als auch im Feld messen kann, wird die Infrastruktur im Bereich der Klima-/Umweltforschung am Standort Heidelberg deutlich gestärkt.


Mit dem neuen Messgerät können für das Verständnis der Klimawandeldynamik bedeutende Fragestellungen rund um das Treibhausgas Lachgas an der Universität Heidelberg bearbeitet werden. Dafür ist ein fächerübergreifender Ansatz, aus den Bereichen der Geowissenschaften, Umweltphysik, physischer Geographie und Pflanzenphysiologie (COS) vorgesehen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Klimaforschung verbindet vier Institute aus drei Fakultäten und aus den zwei großen Forschungsbereichen Field of Focus 1 & 2. Das HCE dient als Inkubator, um die Umweltforschung aus verschiedenen Fachbereichen zusammenzuführen. Diesbezüglich soll die angeforderte Unterstützung das Ensemble der HCE-Heidelberg Environmental Analytics Platform (HEAP) ergänzen. Mit den Ergebnissen aus den Labor und Feldmessungen sollen interdisziplinäre Anschlussprojekte generiert werden.

 

 

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 07.09.2021
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