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NWG "Hungerkrisen"
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NWG - Hungerkrisen

Aktuelles

30.07.2018

Ruf angenommen

Der Leiter der Nachwuchsgruppe, Dr. Dominik Collet, hat den Ruf auf eine Professur an der Universität Oslo angenommen. Er wird dort ab Oktober zu den Bereichen Umweltgeschichte und Geschichte der Frühen Neuzeit forschen und lehren sowie den Aufbau der Oslo School for Environmental Humanities (OSEH) unterstützen. Weitere Informationen finden sich demnächst auf der Webseite des Departments.   

 

 

15.07.2018

Presseberichte

Die Berliner Zeitung berichtet in einer Reportage zur Klimageschichte über die Arbeit der Forschergruppe: (download)

Firme_BerlinerZeitung

 

Außerdem berichtet die neueste Ausgabe des Ruperto-Carola Magazins über die 'Detekativarbeit' des Gruppenmitglieds Maximilian Schuh zur Klimageschichte (hier)

Detektivarbeit

 

 

9.03.2018

Neuer Research Fellow der Forschergruppe

Huhtamaa_FotoAb dem 1. Mai wird Dr. Heli Huhtamaa als PostDoc Research Fellow zur Forschergruppe stoßen. Ihr Aufenthalt wird für 18 Monate durch ein SNF-Stipendium gefördert.

Helis Projekt "Climate extremes and population dynamics in the northern Baltic Sea region prior the industrialization" untersucht die Verflechtungen von Klimavariabilität und Bevölkerungsdynamik. Es nutz einen multidisciplinären Ansatz um dendrochronologische Daten mit bevölkerungstatistischen, historischen und metereologische Aufzeichnungen zu verknüpfen. Auf diese Weise entsteht eine der längsten überlappenden Zeitreihen von klimatologischen und demographischen Daten überhaupt, die helfen wird die Verkoppelung von Klimaimpulsen und gesellschaftlichen Reaktionen empirisch zu prüfen.

Heli Huhtamaa kommt aus der Forscheruppe von Prof. Bas van Bavel in Utrecht (NL) nach Heidelberg. Dort arbeitete sie im Projekt: "Coordinating for Life: Success and Failure of Western European Societies in Coping with Rural Hazards and Disasters, 1300-1800". Zuvor hat sie ihr doppeltes Doktorat an der Universität Bern und der University of Eastern Finland abgeschlossen. Weitere Informationen: http://www.hist.unibe.ch/ueber_uns/personen/huhtamaa_heli/index_ger.html

 

 

20.2.2018

Dominik Collet hat sich habilitiert

Profil Dominik Collet

Dominik Collet, der Leiter der Forschernachwuchsgruppe, hat sein Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Die Philosophische Fakultät erteilte ihm die Lehrbefugnis für das Fach Neuere und Neueste Geschichte und ernannte ihn zum Privatdozenten.

Im Habilitationskolloquium behandelte Dominik Collet das Thema: "Das Anthropozän. Eine Herausforderung für die Geisteswissenschaften". Seine Habilitationsschrift "Naturale Umwelt und soziales Handeln. Die Verflechtung von Klima und Kultur in der europäischen Hungerkrise 1770-72" dokumentiert einen der Kernbereiche der Forschergruppe. Die Arbeit untersucht anhand eines der schwersten Extremereignisse der Kleinen Eiszeit wie frühere Gesellschaften Klimaanomalien bewältigt haben. Das Buch erscheint im Herbst 2018 in der Reihe Umwelt und Gesellschaft beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

 

 

26.10.2017

Stadtgespräch: Building Natures

Die Forschergruppe ist Mitveranstalterin eines Stadtgesprächs zum Thema Stadtnaturen, Ökologie und Ästhetik. Die Veranstaltung verbindet lokale und globale Perspektiven auf das Thema. Vortrag und Diskussion zum Thema finden am 3.11. um 15h im Karl-Jaspers-Center statt. Nähe Informationen (pdf) hier.

Building_Natures_Poster

 

 

15.10.2017

Neue Publikation: Famines in Europe

OGrada_Famine

Dominik Collet und der frühere research fellow Daniel Krämer haben ein Kapitel zum deutschsprachigen Europe zur ersten systematischen Studie von Hungersnöten in Europe beigesteuert. Die einzelnen Fallstudien reichen von Skandinavien bis Italien und von Irland bis Russland und vergleichen den Charakter, die Konsequenzen und die Ursachen von Hungersnöten. Die Kapitel untersuchen jeweils demographische, institutionelle, ökonomische, soziale und kulturelle Aspekte und stellen eine Fülle neuer Informationen in einem vergleichenden Zugriff bereit. Damit stellt der Band eine bedeutende Resource für all dar, die mehr über die Hungersnöte erfahren wollen, die Europa über Jahrhunderte hinweg bedroht haben.

Dominik Collet / Daniel Krämer: Germany, Switzerland and Austria, in: Guido Alfani / Cormac Ó Gráda (Hg.), Famine in European History, Cambridge 2017, S. 101-118.

Mehr Informationen hier.

 

 

 

 

15.8.2017

Neue Publikation: Famines During the 'Little Ice Age'

Famines Band

Hungersnöte ereignen sich an der Schnittstelle von Natur und Kultur, werden aber oft aus einer engen, disziplinären Perspektive untersucht. Dieser Band der Forschergruppe vereinigt programmatisch Ansätze der Natur- und Geisteswissenschaften. Er hinterfragt deterministische Vorstellungen zur Beziehung von Umwelt und Gesellschaft und eröffnet eine neue Perspektive auf die dynamische Verflechtung von Klima und Kultur in der Vormoderne.

Weitere Informationen und eine Vorschau des Inhalts gibt es hier.

Eine Rezension des Buches findet sich hier.

Dominik Collet und Maximilian Schuh (Hg.). 2017. Famines During the 'Little Ice Age' (1300-1800). Socionatural Entanglements in Premodern Societies. Heidelberg: Springer.

 

 

 

1.10.2016

Vortragsreihe Environmental Humanities

Die Gruppe ist Mitveranstalterin einer öffentlichen Vortragreihe zum Thema "Environmental Humanities. Interdisciplinary Perspectives".

 

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Nähere Informationen auf dem Poster.


 

 



1.9.2016

Neues Video über die Arbeit der Forschergruppe



 

 

24.05.2016

PresseberichtMomente

Die Zeitschrift Momente berichtet in Ihrer aktuellen Ausgabe über die Arbeit der Forschergruppe (PDF herunterladen).

Die gesamte Ausgabe mit Schwerpunkt zum "Jahr ohne Sommer 1816" kann hier bestellt werden.



 

 

 

 

 

 

05.04.2016

Hunger and Famine in Medieval Societies.
Die Nachwuchsgruppe auf dem International Medieval Congress 2016

Imc 2016 Call For Papers

Die Nachwuchsgruppe organisiert eine Sektion auf dem International Medieval Congress in Leeds, der größten geisteswissenschaftlichen Konferenz Europas.

Treffen Sie uns am 4. Juli von 14:15-18:00 Uhr in Leeds! Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Hunger and Famine in Medieval Societies

Medieval societies were extremely vulnerable to hunger and famine. Climatic impacts as well as changing social and political conditions quickly resulted in catastrophes that affected many people. The session examines causes, courses, and consequences of famines in the high and late Middle Ages. Crusading armies in the 12th century, English society in the beginning of the 14th century, and the population of Rouen during the Hundred Years War were all hit by hunger and famine. Similarities and differences of these events are discussed to improve the general understanding of medieval famines.

 

Panel: Environmental Impacts and Societal Responses: Interdisciplinary Approaches to Pre-Modern Famines, I


Montag, 4. Juli 2016, 14:15-15:45 Uhr
 

Chair: Dominik Collet, Heidelberg Center for the Environment, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Pre-modern societies relying on agrarian production were extremely vulnerable to hunger and famine. Adverse climatic impacts as well as changing political, social and economic conditions quickly resulted in catastrophes that affected many people. The session series examines causes, courses, and consequences of famines in the Middle Ages and the Early Modern Period from an interdisciplinary, transepochal, and global perspective. Natural and cultural aspects of famines as well as their entanglement are in the focus of the session series. The contributions of the first session discuss dendrochronological evidence from the archives of nature, correlate them with written evidence from premodern Finland and identify detectable causes of famines in medieval Hungary. Thus the advantages and problems of including data from the natural sciences in historical research can be discussed.
 

Ask the Trees! Dendroclimatology as an Approach to Reconstruct Extreme Weather Events Leading to Famine
Carolin Rethorn, Heidelberg Center for the Environment, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Climate, Crop Failure, and Famine in Pre-Modern Finland: Tree-Ring Evidence for Climate-Society Interactions
Heli Huhtamaa, Historiches Institut, Universität Bern / Department of Geographical & Historical Studies, University of Eastern Finland
 

Hungry Hungary: Food Shortage, Need, Famine, and Their Detectable Causes in Medieval Hungary
Andrea Kiss, Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie, Technische Universität Wien / University of Szeged

 

Panel: Environmental Impacts and Societal Responses: Interdisciplinary Approaches to Pre-Modern Famines, II


Montag 4. Juli 2016, 16:30-18:00 Uhr


Chair: Christian Rohr, Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Universität Bern


The second session on causes, courses, and consequences of famines in the Middle Ages and the Early Modern Period stresses trans-epochal and global perspectives. The contributions discuss evidence of weather impacts on the agrarian production in English manorial accounts, the role of trade and markets in late medieval and early modern Switzerland and the massive consequences of monsoon failure and draught for late Mughal South Asia. Combining the different perspectives presented in the two sessions aims at improving the general understanding of famines in premodern societies as common features as well as specific differences can be identified.
 

Weather and Its Impacts on Agrarian Production in Early-14th-Century England: Evidence From the Winchester Pipe Rolls
Maximilian Schuh, Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
 

Trade, Markets, and Famine in the Territory of the Swiss Confederacy from the 14th to the 16th Centuries
Chantal Camenisch, Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Universität Bern
 

Monsoon Failure, Drought, and Famine in Late Mughal South Asia: Social Consequences in Bengal
Dario Kaidel, Heidelberg Center for the Environment, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

 

 

26.01.2016

Workshop der Forschergruppe "Telekonnektionen von Umwelt und Gesellschaft im 14. Jahrhundert", DHI Rom, 24.-26.2.2016

 

Stradano Inferno Canto 06







 

 

 

Jan van der Straet/Giovanni
​​Stradano: Illustration zu Dantes
Göttlicher Komödie, Canto VI:
Die Gefräßigen werden mit eis-
igem Regen bestraft.
Quelle: Wikimedia Commons

 

 

Die Forschergruppe ist Mitveranstalterin eines Workshops zum Thema "The Crisis of the 14th Century: 'Teleconnections' between Environmental and Societal Change?"

Die Tagung findet vom 24.-26.2.2016 am Deutschen Historischen Institut in Rom statt. Sie wird gemeinsam mit Prof. Dr. Gerrit Schenk und Dr. Martin Bauch (TU Darmstadt) organisiert.

Eine ausführliche Ankündigung findet sich hier. 

 

Programm:

 

Mittwoch, 24.2.2016
 

09:30     Martin Baumeister (DHI Rom)

              Begrüßung

09:45     Gerrit J. Schenk (TU Darmstadt) und Martin Bauch (DHI Rom)
              Einführung

10:00     Moderation: Francesco Salvestrini

              Paolo Nanni (Universtiät Florenz)
              Climate Variability in Italy during the first half of the 14th Century:
              Historical data and research questions

              Martin Bauch (DHI Rom)
              A truly 'Dantean' anomaly? Bologna and Siena between 1310 and
             1321

11:30     Kaffeepause

11:45     Christof Paulus (LMU München)
              The defense of the crisis, or: An emperor-monk explains his world

              Mihailo Popovic (ÖAW, Wien)
              Did the Little Ice Age have an observable impact on the southern
              Balkan peninsula in the first half of the 14th century?

13:15     Mittagspause (Imbiss im Foyer des DHI)

14:30     Moderation: Richard C. Hoffmann

              Andras Vadas (CEU Budapest)
              When was the beginning of the Little Ice Age in the Carpathian
              Basin?

              Chantal Camenisch (Universität Bern)
              14th century sources in the area of modern Switzerland and their
              potential for environmental and climate history

16:00     Kaffeepause

16:30     Rainer Schreg (RGZM Mainz)
              Plague and desertion - a consequence of anthropogenic
              landscape change? Archaeological Studies in Southern Germany

 

 

Donnerstag, 25.2.2016
 

09:30     Moderation: Dominik Collet

              Thomas Labbe (Universität Dijon)
              The crisis of 1315 between Lyon, Macon and Geneva? A Study with
              Rural Economic Sources

              Peter Brown (Durham University)
              The extreme windstorm of AD 1362: Contemporary perceptions
              and responses

11:00     Kaffeepause

11:30     Phil Slavin (University of Kent, Canterbury)
              Was Malthus right? Re-assessing the role of demography in
              pre-industrial famines - the case of late-medieval British Isles

              Maximilian Schuh (HCE Heidelberg)
              Narratives of environmental impacts in English sources of the
              early 14th century

13:00     Mittagspause (Imbiss im Foyer des DHI)

14:00     Moderation: Gerrit J. Schenk

              Ulla Kypta (Universität Basel) und Angela Huang (Universität
              Kopenhagen)

              Climatic change and inter-city cooperation

              Heli Huhtamaa (Universität von Ostfinnland/Universität Bern)
              Climate and the great famine in north-east Europe

16:00     Kaffeepause

18:00     Öffentliche Vorlesung: Bruce M.S. Campbell (Belfast
              University)

              The environmental origins of the Black Death

 

 

Freitag, 26.2.2016
 

09:30     Moderation: Bruce M.S. Campbell

              Ronnie Ellenblum (Hebräische Universität Jerusalem)
              The first half of the 14th century in the eastern Mediterranean
              - a period of wealth?

              Tana Li (ANU Canberra)
              Climatic impacts in Vietnam and southern China 1280-1360

11:00     Kaffeepause

11:30     Jürg Luterbacher (JLU Gießen)
              Climatological commentary

              Gerrit J. Schenk und Martin Bauch
              Schlussbemerkungen
 

ca 12:30 Ende der Konferenz

 

 

01.11.2015

Radiobericht zur Forscherguppe


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Der Deutschlandfunk berichtet in einem Beitrag über das HCE und die Arbeit der Forschernachwuchsgruppe. Das Feature untersucht die Kooperation von Natur- und Geisteswissenschaften in der Klimaforschung. Im Interview erläutert Dominik Collet Methoden und Ergebnisse des Teams.

Die Sendung lässt sich hier nachlesen und nachhören.
 

01.09.2015

Neues Team-Mitglied: Divya NarayananDivya Narayanan

Divya Narayanan ergänzt die Forschergruppe als PostDoc mit ihrem Projekt zu “Climate Change and Famine in 17th and 18th century North

India”.

Sie hat kürzlich ihre Dissertation zur Food History des frühneuzeitlichen Indien abgeschlossen. In ihrem neuen Projekt untersucht sie die Reaktionen auf Umweltimpulse in Nordindien und kombiniert u.a. persische Quellen mit archäologischen und paläoklimatologischen Daten.

Ihre Projektbeschreibung findet sich hier.

 

07.05.2015

Workshop "Hungerkrisen der Kleinen Eiszeit" – Berichte

Der internationale Workshop der Nachwuchsgruppe Die Hungerkrisen der ‚Kleinen Eiszeit‘ (1300-1800). Sozio-naturale Verflechtungen historischer Gesellschaften ist auf großes Interesse gestoßen. Die TeilnehmerInnen aus Geschichtswissenschaft und Paleoklimatologie führten eine intensive und konstruktive Debatte. Hungerkrisen wurden als eine zentrale Schnittstelle von Mensch-Umwelt Interaktionen analysiert. Die Publikation der Beiträge ist für 2016 geplant.

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Die F.A.Z. hat in einem Artikel über den Workshop berichtet.
Unser Rückblick auf die Veranstaltung erschien in den ZiF Mitteilungen.
Einen Tagungsbericht zu den einzelnen Vorträgen auf H-Soz-Kult finden Sie hier.

 

15.02.2015

Workshop: Die Krise des 14. Jahrhunderts

               

 

Die Forschergruppe ist Mitveranstalterin eines Workshops zum Thema “The Crisis of the 14th Century: ‘Teleconnections’ between Environmental and Societal Change?” mit Dr. Martin Bauch und Prof. Dr. Gerrit Schenck. Die Tagung findet vom 22. bis 24. Februar 2016 am Deutschen Historischen Institut in Rom statt.

Zum Thema der Veranstaltung: The first half of the 14th century, with its relatively rapid transition from the so-called Medieval Climate Anomaly to the so-called Little Ice Age, is the first time in history that a change from one climatic regime to another is assessable not primarily by scientific data only. At the same time, this climactic change can also be detected in comparatively good written records on meteorological and social phenomena of change. The idea of the ‘crisis of the 14th century’ is a well established interpretational pattern for numerous developments and problems of late medieval societies in Europe. However, this interpretation has been criticized as a contemporary projection of the crisis-ridden 20th century. Certainly the narrative of crisis does not apply to all developments after 1300, but if we focus on the natural framework of the time this might help sharpen our knowledge about the processes through which environmental change contributed to socio-economic crisis.

The increasing frequency of extreme natural events and their impact on societies is hard to deny: The first huge onslaught of plague, the Black Death of 1347-51, has always attracted the attention of research but the wet and cold years from 1345 onwards are yet to be analysed in detail. The interest in the “Great Famine“ (1315-21), which is believed to have affected above all North-western Europe, has become stronger in the past few years. New fields of investigation are added to the analysis of epidemics and famines: There is emerging research on epizootics and flood events such as St. Mary Magdalene’s Flood of 1342, which led to massive erosion, or the ‘Grote Mandrenke’ storm surge of the year 1362 at the North Sea coast. At the same time counteractions of the affected societies can be observed. These include the construction of embankments and dikes, grain provision and the organization of municipal health care. On the cognitive level, a newly awakened interest in reception and interpretation of meteorological phenomena by late medieval witnesses is clearly visible and is not limited to interpretations based on astro-meteorology and theology of punishment.

The conference will focus on the supposed climatic deterioration since 1300, discussing its presumed impact on economy and society, and the possibly related epidemic, cultural and political phenomena. In the context of this meeting, the meteorological term ‘teleconnections‘ describes the occurrence of causal correlations between (not only geographically) distant areas: Here, we deal with the direct and indirect impact of meteorologically extreme events on medieval societies between 1280 and 1380. Geographically, the investigation will focus on not only the relatively well explored Northwestern Europe but the equally important areas of Southern and East-Central Europe. Additionally, a global perspective will be opened within the realms of possibility.

Kontakt: bauch@dhi-roma.it

 

04.02.2015

Neue Publikation

Eine neuer, von Dominik Collet mitherausgegebener Sammelband zur Umweltgeschichte ist erscheinen. Mit Natur, Religion und PolitiCover Sammelband Umwelten 2015

k​ stehen in diesem Band drei »Umwelten« der Frühen Neuzeit im Zentrum.
Exemplarische Studien aus Pietismusforschung,
Historischer Katastrophenforschung, interdiszi-
plinärer Umweltgeschichte und transnationaler Verflechtungsgeschichte eröffnen Einblicke in eine Pluralität von Lebenswelten und Umgebungen aus der Nähe. In der Zusammenschau der Perspektiven ergibt sich ein erweitertes Verständnis frühneuzeitlicher »Umwelten« als materielle wie kulturelle Kontexte von historischen Ereignissen und Erfahrungen, das zu gezielten Grenzüberschreitungen etablierter Forschungs-
felder einlädt.

 

15.01.2015

Gastwissenschaftlerin: Heli Huhtamaa

Heli Huhtamaa

Im Monat Februar wird Heli Huhtamaa die Gruppe als research fellow verstärken. Heli untersucht Mensch-Klima Beziehungen in Nordosteuropa vor der industriellen Revolution mit dem Fokus auf den Einfluss extremer  Klimaereignisse auf Nahrungssysteme. Durch die Kombination von naturalen Archiven wie Baumringen mit historischen Quellen untersucht sie die räumlichen und zeitlichen Variationen in der Reaktion von  Nahrungssystemen auf Klimaanomalien in der Vergangenheit. Das theoretische Gerüst ihrer Dissertation verbindet die disziplinären Ansätze und Standards der Klima- und der Geschichtswissenschaften. Ihre Doktorarbeit wird gemeinsam von der University of Eastern Finland und der Universität Bern betreut. Heli hat 2011 einen MA in Geschichte und 2012 einen MSc in Geographie an der University of Eastern Finland erworben.

Weitere Informationen zu ihrer Person und zu ihrem Dissertationsprojekt finden sie hier.

 

13.01.2015

Workshop der Forschungsgruppe: Die Hungerkrisen der „Kleinen Eiszeit“ (1300-1800). Sozio-naturale Verflechtungen historischer Gesellschaften

Logo Centre for Inter-Disciplinary Research

Fiery Rider - Justice and DeathDer Workshop bringt Forscher aus den Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften zusammen. Vor dem Hintergrund neuerer integrativer Ansätze (disaster studies, vulnerability studies, environmental history) wird ausgelotet, wie die vorherrschende Opposition von natürlichen und gesellschaftlichen Faktoren aufzulösen ist. In Hungerkrisen wird die Verflechtung von naturaler Umwelt und sozialem Handeln in besonderem Maße sichtbar. Ein integrativer Zugriff bezieht deshalb sowohl "Archive der Natur" als auch "Archive der Gesellschaft" mit ein. So können deterministische Modellbildungen der Mensch-Umwelt-Beziehungen kritisch überprüft und durch ein dynamisches und genuin historisierendes Verständnis abgelöst werden. In der gemeinsamen Diskussion sollen Antworten auf folgende zentrale Fragen gefunden werden:

  • Welche Daten, Quellen und Fallbeispiele können integrative Ansätze besonders fruchtbar machen?
  • Welche Brückenkonzepte und Forschungsdesigns überwinden klima- und kulturdeterministische Ansätze?
  • Wie lässt sich die dynamische Verflechtung von Umwelt und Gesellschaft sowie die kulturellen Konsequenzen extremer Naturereignisse besser als bisher abbilden?
  • Wie lassen sich die komplexen zeitgenössischen Wahrnehmungen, Deutungen und Bewältigungsstrategien greifen?

Programm

(Programm als PDF)

Wednesday, 18 February 2015

20:00

 Conference dinner downtown

Thursday, 19 February 2015

09:00  Welcome addresses and introduction

 

Research Approaches and Designs

09:30

 Ulf Büntgen (Zürich):

 A tree-ring perspective on "Little Ice Age" summer temperature
 variability

09:50

 Katrin Moeller (Halle):

 Halle und die Hungerkrise von 1805. Ein Plädoyer für neue
 Krisenmodelle in der wirtschaftshistorischen Forschung der
 Vormoderne / Halle and the famine of 1805. New Models for early
 modern economic history

10:20

 Christian Jörg (Tübingen):

 Forgotten crises of the medieval warm period. Researching
 famines of the High Middle Ages

10:40  Coffee break
11:15

 Jürg Luterbacher (Gießen):

 From proxies to integrated, statistically based "Little Ice Age" climate
 reconstructions and potential for past famine studies

11:35  Discussion
12:00  Lunch break

 

European Famines

14:00

 Heli Huhtamaa (Bern/Joensuu):

 Exploring climate-driven food crises in Finland during the Little Ice
 Age with written and dendroclimatological evidence

14:20

 Francis Ludlow (Yale):

 Dynamics of extreme weather, Subsistence crises and violent conflict
 in medieval Ireland

14:40

 Rudolf Brazdil (Brno):

 Famines in the Czech Lands during the "Little Ice Age"

15:00

 Guido Alfani (Milano):

 Italian famines: An overview (ca. 1250-1800)

15:30  Coffee break
16:00

 Bruce Campbell (Belfast):

 Climate and disease: The famine of 1346-7 and near-famine of
 1349-52

16:20  Discussion
   Break
18:00

 Evening lecture:

 Andrea Fadani (Ulm):

 Hunger remembrance in a museological context: Any linkage to
 environmental changes?

19:00  Dinner at ZiF

Friday, 20 February 2015

Global perspectives and coping strategies

09:30

 Vinita Damodaran (Sussex):

 Climate signals, environment and livelihoods in seventeenth and
 eigteenth century India

09:50

 Andrea De Vincenti (Zürich):

 Educationalizing hunger. Perceptions of the famine of 1771/72 in
 Zurich and coping strategies

10:10

 Steven Serels (Berlin):

 Reconstructing patterns of human-environment interaction and
 collective organization in the African Red Sea World at the end
 of the  "Little Ice Age"

10:30  Discussion
11:00  Coffee break
11:30

 Kathrin Pindl (Regensburg):

 Crises and strategies of subsistence in pre-modern Regensburg.
 Hospital grain accounts as sources for economic history

11:50

 Andreas Rüther (Bielefeld):

 Theory of migration vs. colonization thesis? Concurrent concepts
 and multiple models of medieval eastward expansion

12:30  Lunch break
14:00

 Jessica Dijkman (Utrecht):

 Coping with food shortages in the village of Berkel (Holland), late
 16th - early 19th century

14:20  Discussion
14:45  Final discussion
15:15  End of conference
19:00  Dinner downtown (self-pay)

 

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